Krank sein…

… Ist wie eine Stippvisite zurück in den tiefen Depressionsphasen.
Mich hat’s suf’s Sofa verschlagen mich nem fiesen Infekt.

Sobald ich nicht aufpasse, fange ich an zu grübeln und zergrübele all meine Träume und die Schönheit in der Realität. Erwische ich mich beim Grübeln, meine ich, es ist meine Pflicht, es zu durchdenken, muss ich doch Schlimmeres verhindern, dass ich Mist baue oder riesige Fehler begehe.

Das einzig Gute: es steht zu hoffen, dass ich all das wenn ich wieder fit bin anders sehe.

So jagt ihn doch fort

Die feine Einleitung von Theomix in diesem Beitrag hat mich (auch wenn es sich bei ihm heiter auflöst) an eines der Lieder erinnert, die mich lange begleitet haben. Noch heute, passiert es, dass ich diese „so jagt ihn doch fort“-Stimmung bei Menschen aufzunehmen meine.

Hier nicht in der Originalversion, aber auch schön- mein Ohrwurm des Tages.

http://youtu.be/-u22BfbC_aQ

Where the streets have no name

Da habe ich heute kurz nach einem Besuch im Krankenhaus doch glatt Susi aufgelesen.
Susi heißt mit Nachnamen 401 und Susi war müde. So müde, dass sie gar nicht mehr fliegen wollte, als der liebe Hund sie anstupste. Da habe ich Susi kurzerhand für eigengefährdet erklärt, beim verdutzten Pfleger um einen Karton gebeten, den Pulli über Susi geworfen und sie in die Geschlossene verfrachtet.
Jaha, sowas passiert bei Eigengefährdung, ich hab das im Fernsehen gesehen! Oder so.
Da:

image

(Susi in der Geschlossenen)

Habe dann rumtelefoniert (Bei Susi zu Hause, Visitenkarte am Fuß, ging niemand dran) und einen Selbstgefährdungs-Tauben-Spezialisten gefunden. Bin also ins übernächste Dorf gefahren und, ihr werdet’s nicht glauben: Da gab es keine Straßennamen!
Die Häuser sind durchnummeriert- neues Haus, nächste Ziffer. Was ich wahnsinnig sympathisch finde, half Susi und mir jedoch nicht weiter, gibt es doch 4 mögliche Straßen und ich suchte Herrn Herrmann in der 54.

Ich habe also nachgefragt, bei einer Dame am Straßenrand.

„Entschuldigung, ich suche die Nummer 54, ob Sie mir da wohl weiterhelfen könnten?“
“ 54? Hmmm.“
„Da wohnt wohl ein Herr Herrmann, vielleicht hilft das weiter?“
„Hmmm.“
„… Tauben…?“
„Ach,  die Tauben? Die wohnen dort oben, zweite Straße rechts!“

Und so war’s. Zwischen 19 und 64 fand sich Nummer 54, Susi hat nun Futter und Wasser und wird hochgepäppelt.

Sowas tolles! Habt ihr schon mal eine Taube halten dürfen? Das fühlt sich ja sooooooo toll an!

Freundschaft und Gemeinsamkeiten

Das Sternchen habe ich in den letzten ein oder zwei Schuljahren kennengelernt, damals. Wir haben gemeinsam den Abschluss gemacht. Sie behauptet bis heute, dass sie ohne meine Unterstützung nicht durch die Prüfungen genommen wäre.
Ich hingegen behaupte nicht nur, sondern weiss, dass ich ohne sie gar nicht erst weiter zur Schule gegangen wäre. Einzig diese Bindung brachte mich dazu, dieses Gebäude wenigstens ein paar der verpflichtenden Stunden am Tag zu besuchen. Meistens. Sie hat mir damit den A… *räusper* Hintern gerettet.

Vielleicht ist es das, was mich bis heute an sie bindet.
Oder ihre Vehemenz, obwohl sie zwei Drittel von dem, was mich bewegt, nicht nachvollziehen kann. Obwohl sie Dates hat – und ich immer nur Verabredungen. Sie geht auf Parties, ich gehe nur selten mal tanzen. Sie mag Sport, ich den Garten. Sie mag Musik mit Itzitz, ich mag Rummsbumms.
Sie mag ihren riesigen Freundeskreis. Ich mag meine engsten Freundinnen.
Ich verstehe oft nur Bahnhof, wenn sie mir bei den seltenen Treffen erzählt, womit sie ihr Leben füllt. Wir haben kein einziges gemeinsames Interesse. Keine gemeknsamen Hobbies. Manchmal ist es dadurch schwierig, miteinander zu reden und ich denke: Kann das auf Dauer gehen? Man braucht doch wenigstens *ein* gemeinsames Interesse!

Und dann… Sind wir einfach weiter befreundet.

Vielleicht sind wir füreinander ja das eine nötige Interesse, was wir teilen.

Gottesglaube

Seit einigen Tagen treibt mich mal wieder ein mir altbekanntes Thema um- Glauben.

Warum glauben manche Menschen an Gott und andere nicht? Es gibt keine Beweise die einer hat und der andere nicht, oder doch? Warum glaube ich, oder glaube ich nicht? Und überhaupt, was heißt das, Glauben?

Rassismus II

Nachdem ich gestern den ersten Post hochgeladen habe, unterhielt ich mich nochmals mit einer Freundin über die Frage, was als rassistischer Kommentar gilt und was nicht.
Es stellt sich heraus: Ich bin nur schwer in der Lage, „politische Korrektheit“ nachzuvollziehen. Eine Eigenheit, die mich schon oft in Erklärungszwang brachte.

Die Idee, einen Menschen wegen seiner Hautfarbe blöd zu finden, für dumm zu halten oder anders wie schlecht zu behandeln ist für mich absurd. Ich mag Farben. Ich mag lustige Sprachen mit viel tschs oder rrrrs.

Ich mag sie. Menschen. Farben. Sprachen. Und finde sie lustig und toll. Und mir fallen dann nunmal dazu viiiiele Fragen ein. Wenn das dann rassistisch für andere ist… Dann ist das eben so. Pöh.

Rassistisch

… Ist das nun rassistisch wenn ich sage, dass liebe Menschen mit dunkler Hautfarbe mich ständig dazu reizen, zu gucken, ob die Farbe abgeht wenn man drüber reibt?

Ich finde, das ist nicht rassistisch *denkt nach*
Ich könnte durchaus verstehen, wenn es andersrum genauso ist. 😉